Diplomatische Beziehungen im Laufe der Zeit

Die Deutsche Botschaft in Buenos Aires Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft Buenos Aires)

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien sind seit jeher freundschaftlich.

Bereits 1829 ernannten Hamburg und die Freie Stadt Frankfurt Johann C. Zimmermann und Franz Mohr zu Honorarkonsuln in Buenos Aires, da die Städte besonders am Textilhandel mit Südamerika interessiert waren. 1843 vertrat der Konsul Hamburgs auch das Konsulat Bremens und zwei Jahre später übernahm Franz Mohr das preussische Konsulat. Die Freie Hansestadt Lübeck entsandte mit J. A. Hartenfels im Jahre 1861 einen Generalkonsul. 

Diese Honorarkonsuln dienten in erster Linie den Handelsbeziehungen. Das argentinische Interesse an diplomatischen Beziehungen zu den deutschen Staaten wurde 1856 von dem Außenminister der argentinischen Konföderation, Juan María Gutiérrez, besonders hervorgehoben, als dieser dem argentinischen Botschafter Pablo Gutike für Berlin mit auf den Weg gab: „Preussen nimmt auf dem Gebiet der Wissenschaften und des Erziehungswesens einen hervorragenden Platz ein. Sie müssen deshalb mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu erreichen suchen, dass einige Männer, die sich sowohl für den Universitäts- wie den Grundschulunterricht eignen, nach Argentinien kommen, und allen, die die Neigung haben, den Schutz unserer Regierung zu sichern.“

Im Jahre 1857 traf der erste offizielle Gesandte des Deutschen Zollvereins in Argentinien ein: Friedrich von Gülich sollte den Zusammenschluss der norddeutschen Länder repräsentieren, da ein deutscher Nationalstaat zu diesem Zeitpunkt noch nicht existierte. Dies änderte sich mit dem 7. Mai 1871. Ein Ministerpräsident des Norddeutschen Bundes, Rudolph Le Maistre, wurde als erster Vertreter des neu gebildeten Deutschen Reiches nach Argentinien entsandt und übergab dem argentinischen Präsidenten Sarmiento sein Beglaubigungsschreiben.

Die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder sind seit jeher ausgezeichnet. So wurde zur Jahrhundertfeier Argentiniens am 31. Mai 1910 in Anwesenheit des Präsidenten der Republik der Grundstein für den Deutschen Brunnen in Buenos Aires gelegt: ein Geschenk der deutschen Einwanderer an die argentinische Nation zur Erinnerung an deren Unabhängigkeit. Erst nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Denkmal übergeben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand zwischen der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Dr. Hermann Terdenge, und dem argentinischen Präsidenten Perón eine enge Zusammenarbeit. Die Deutsche Demokratischen Republik wurde in den 1970er Jahren offiziell vom Staat Argentinien anerkannt. 1964 besuchte als erster Präsident der Bundesrepublik Deutschland Heinrich Lübke Argentinien und mit dem Besuch des Außenministers Genscher 1984 wurde auch das neue Botschaftsgebäude eingeweiht. Mit der Wiedervereinigung im Jahre 1990 vertrat Dr. Herbert Limmer als erster gesamtdeutscher Botschafter die Bundesrepublik Deutschland in Argentinien.

Geschichte der diplomatischen Beziehungen

Entlassung und Ernennung von Bundesministern

Politische Stiftungen in Argentinien

Konrad Adenauer unterzeichnet als Präsident des Parlamentarischen Rates das Grundgesetz

Folgende Stiftungen sind mit eigenen Büros in Buenos Aires oder einem Nachbarland mit Zuständigkeit für Argentinien vertreten:

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Den Text des Grundgesetzes zum Download finden Sie hier. Unterzeichnet am 23. Mai 1949 beginnt er mit dem berühmten Satz: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Deutsche Nationalhymne

Deutsche Nationalhymne Audio File

Der Text der Hymne ist die dritte Strophe des Gedichts Das Lied der Deutschen, verfasst von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 auf Helgoland.

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand:
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
   blühe, deutsches Vaterland! :|


Die Melodie stammt aus dem Lied Gott erhalte Franz, den Kaiser, das Joseph Haydn 1796/1797 in Wien zu Ehren des römisch-deutschen Kaisers Franz II. komponierte (Hob XXVIa:43) und das später auch als österreichische Kaiserhymne gesungen wurde.

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