Änderungen für Auslandsdeutsche seit dem 1.1.2000

Seit dem1. Jauar 2000 gelten folgende Regelungen:

§ 4 Abs. 4 Staatsangehörigkeitsgesetz

Die deutsche Staatsangehörigkeit wird nicht [..] erworben bei Geburt im Ausland, wenn der deutsche Elternteil nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurde und dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, es sei denn, das Kind würde sonst staatenlos. Die Rechtsfolge [..] tritt nicht ein, wenn der deutsche Elternteil die Geburt innerhalb eines Jahres der zuständigen Auslandsvertretung anzeigt.

Dies bedeutet konkret, daß Deutsche, die nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurden und Kinder bekommen, die Geburt dieser Kinder innerhalb eines Jahres bei der Botschaft oder einem Honorarkonsul anmelden müssen, sonst erhalten diese Kinder NICHT die deutsche Staatsangehörigkeit!

Kinder von Deutschen, die VOR dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurden, bekommen die Staatsangehörigkeit ab Geburt automatisch.

§ 28 Staatsangehörigkeitsgesetz

Ein Deutscher, der auf Grund freiwilliger Verpflichtung ohne eine Zustimmung des Bundesministeriums der Verteidigung oder der von ihm bezeichneten Stelle in die Streitkräfte oder einen vergleichbaren bewaffneten Verband eines ausländischen Staates, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, eintritt, verliert die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies gilt nicht, wenn er auf Grund eines zwischenstaatlichen Vertrages dazu berechtigt ist.

Ein deutsch-argentinischer Doppelstaater darf sich daher nicht ohne vorherige Genehmigung des deutschen Verteidigungsministeriums freiwillig zum Dienst in den argentinischen Streitkräften verpflichten, wenn er die deutsche Staatsangehörigkeit behalten möchte.