Pierre-Auger-Observatorium

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In Malargüe, Provinz Mendoza, besteht seit 2008 das Pierre-Auger-Observatorium, die weltweit größte Detektoranlage für die Messung von kosmischer Strahlung höchster Energie.

Mehrere deutsche Forschungseinrichtungen wirken am Pierre-Auger-Projekt mit: neben dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sind die RWTH Aachen, das Max-Planck-Institut für Radioastronomie  Bonn, die Universität Hamburg, die Universität Siegen und die Bergische Universität Wuppertal vertreten.

Ende 2015 wurde der Vertrag über die Fortsetzung des Projekts bis 2025 in Argentinien von den Teilnehmerländern unterzeichnet.

Das Observatorium wurde durch den Nobelpreisträger Jim Cronin entworfen und nach dem französischen Physiker Pierre Auger benannt, der 1938 ausgedehnte Luftschauer der kosmischen Strahlung höchster Energie entdeckt hatte. Die Strahlung besteht hauptsächlich aus Protonen, die beim Auftreffen auf die Erdatmosphäre eine Vielzahl anderer Teilchen erzeugen. Diese Kaskade von Teilchen wird als Luftschauer bezeichnet.

Die Versuchsanlage besteht hauptsächlich aus zwei unabhängigen Detektorsystemen, dem Oberflächendetektor und dem Fluoreszenzdetektor. Derzeit findet unter dem Namen AugerPrime ein Upgrade des Observatoriums statt, das aus mehreren Verbesserungen besteht, vor allem einer Erhöhung der Messgenauigkeit der Oberflächendetektoren.

Der Oberflächendetektor (Tscherenkow-Tank)

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Der Oberflächendetektor besteht aus 1660 mit hochreinem Wasser gefüllten Tanks, die mit je 1500 Metern Abstand auf einer Fläche von etwa 3000 km2 auf einer Hochebene 1400 m über Meereshöhe aufgestellt sind. Der Fluoreszenzdetektor besteht aus 27 Teleskopen, die von vier Standorten aus das Feld des Oberflächendetektors überblicken. Mit dem Fluoreszenzdetektor wird durch den Schauer in der Atmosphäre erzeugtes Fluoreszenzlicht registriert.

Mehr Informationen:

Pierre Auger Observatory (englisch)

Pierre Auger Observatorium (deutsch)

Pierre-Auger-Observatorium

Die Doktorandin Jenny La Verde aus Venezuela arbeitet im Labor des Wernigeröder Robert-Koch-Instituts.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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